Freitag, 13. Mai 2016

2016-05-12 IBAN Noch ein Naturvolk

Das traditionelle Leben der Iban ist schon seit Jahren in einem rasanten Umbruch begriffen und wird wahrscheinlich damit enden, dass statt einer funktionierenden Lebensgemeinschaft in einem Langhaus nur mehr ein touristisch geprägtes DisneyLand-Langhaus übrigbleibt. 

Schon jetzt wohnen in den Langhäusern fast nur mehr Alte, Ungebildete und Behinderte in den Langhäusern. Die Kinder und Jugendlichen sind in der Stadt in den Schulen und kommen höchsten an den Wochenenden nach Hause. Die Jungen haben Jobs in der Stadt, beiben dort wohnen und Gründen auch dort ihre Familien. 

Der Staat versucht mit Unterstützungsprogrammen die Iban’s dazu zu bewegen in ihrer ursprünglichen Umgebung zu bleiben. Solaranlagen werden gesponsert, effektivere Anbau- bzw. Fischereitechniken werden gelehrt um Arbeitsplätze in den Gemeinschaften zu schaffen. 

Obwohl das momentane Leben der Iban gegenüber früher schon erheblich bequemer ist, könnten wir uns nur schwer vorstellen längere Zeit so zu leben. Jeder Tag ist ein Kampf um Essen und gegen die Naturgewalten. Trotzdem oder gerade deshalb wird der Familienzusammenhalt großgeschrieben und garantiert das Überleben des Einzelnen. 

Wir waren beeindruckt wie zufrieden die Iban’s dennoch mit ihrem Leben sind und mit welcher herzlichen Freundlichkeit wir bei ihnen aufgenommen worden sind. 

Ein großes ‚Danke‘ auch an unseren Guide Edwin, der uns in diesen Tagen viel von der Kultur, Geschichte, Lebensbedingungen, Fauna und Flora der Iban’s und deren Lebensraum vermittelt hat.
Er war auch immer ein umsichtiger Guide und ein ausgezeichneter Koch. Wir haben uns unter seiner Obhut immer sehr sicher gefühlt.










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